Auf dem Jangtse

Die bisherigen Eindrücke der Reise konnten wir am Vormittag ganz entspannt erstmals Revue passieren lassen, während das Ufer des Jangtse vorbei glitt.

China Rundreise: Shibaozhai-Pagode

Nachdem alle Gäste vom Kapitän begrüßt wurden, legte das Schiff an und wir besichtigten die Shibaozhai-Pagode. Die 12-stöckige Pagode schmiegt sich an einen 220m hohen Felsen und ist der Eingang zu einem Tempel. Wegen hoher Stufen und Türschwellen ist sie, wie auch fast alle anderen, für Menschen mit Gehproblemen nicht einfach zu begehen.

 

Abends gab es eine farbenprächtige Show der Schiffsangestellten mit historischen Tänzen und Kleidern aus verschiedenen Dynastien und Regionen Chinas. Auf dem Schiff werden Vorträge z.B. über Tai Chi oder Chinesische Medizin u.a. (auf Englisch) angeboten oder Ausflüge nach Fengdu, der „Stadt der Geister“, oder nach Baidicheng, der „Stadt des weißen Kaisers“, organisiert.

Am nächsten Tag fuhren wir in die erste der drei Schluchten ein, die Qutang-Schlucht, die nur 8km lang, aber dafür sehr eng ist. Der Blick in diese Schlucht ist auf dem 10 Yuan-Schein abgebildet.

 

China Rundreise: Wu-Schlucht

Das Herzstück und auch die schönste der drei Schluchten ist jedoch die zweite, die Wu-Schlucht mit 45km. Auf dem Sonnendeck genossen wir die beeindruckenden Ansichten der steilen Felsen und wuchtigen Bergkuppen. Wir wechselten in kleine Boote und fuhren in eine enge Nebenschlucht mit senkrechten Felswänden. Hoch oben wurden hier früher Menschen in Baumstämmen bestattet.

Wie gigantisch muss die Aussicht noch vor 15 Jahren gewesen sein, als der Wasserspiegel fast 100m niedriger war?

 

Drei-Schluchten-Staudamm

Nach dem Abschiedsbankett des Kapitäns und dem Passieren des westlichen Teiles der dritten Schlucht, der Xiling-Schlucht mit 76km (sind eigentlich 2 Schluchten, aber 4 ist eine Unglückszahl!), vorbei an neu errichteten, für uns nicht einladend wirkenden Städten, erreichten wir den Höhepunkt der Jangtse-Kreuzfahrt: Den berühmt-berüchtigten Drei-Schluchten-Staudamm. Die Durchfahrt durch 5 Schleusenkammern mit je 23m Höhe dauerte etwa 3-4 Stunden. Nach der zweiten gingen wir kurz nach Mitternacht todmüde ins Bett.