Küste zwischen Vik und Selfoss

Die Gegend von der Ringstrasse aus sieht jetzt nicht so spektakulär aus, gerade, wenn man aus dem Norden/ Osten kommt. Biegt man aber von der Strasse in Vik ab, bzw. kurz hinter Vik, warten wieder Landschaften, die einfach atemberaubend sind und jedes Fotografenherz höher schlagen lassen.

In Vik gingen wir zu dem langen schwarzen Sandstrand, der an einer bizarren Felsformation endet und riesige Felsnadeln im Meer den Abschluss bilden.

 

Reynisfjara mit BasaltsäulenDiese Felsnadeln lassen sich auch von der anderen Seite des Felsmassivs betrachten, von Reynisfjara aus. Mit dem Auto ist es nur ein kurzes Stück von Vik. Auch dieser Strand ist einmalig. Abgesehen vom schwarzen Strand und der starken Brandung (Vorsicht nasse Füße!) empfangen einen hier als erstes riesige Basaltsäulen, die wie Orgelpfeifen aufgereiht sind.

Tipp: An diesem Tag keine schwarze Kleidung anziehen, dann wirken die Fotos vor und auf den Basaltsäulen noch intensiver.

 

ReynisfjaraGeht man weiter Richtung Felsnadeln, lassen sich Papageitaucher beobachten, die sich vom Fels Richtung Meer stürzen. Im ersten Moment hatten wir Angst, dass sie gar nicht fliegen können. Sah ein wenig komisch aus.

Und last but not least erscheinen die Felsnadeln in der Gischt recht mystisch. Einfach ein tolles Fotomotiv.

 

Der nächste Autostopp war unweit von Reynisfjara, in Dyrholaey. Wer möchte, kann die Strecke auch auf einer Sandstrandbrücke zu Fuss zurücklegen. Ich kann allerdings nur schlecht schätzen, wie weit es ist.DyrholaeyIn Dyrholaey lassen sich auch Papageitaucher beobachten, aber die Hauptattraktion ist das Felsentor im Meer, über das man vom Plateau aus hinüber laufen kann.

Angeblich gehört der Strand zu den 10 Schönsten Europas. Keine Ahnung, aber er sah schon toll aus.

 

Vielleicht hat der eine oder andere Bilder eines Flugzeugwracks auf einem schwarzen Sandstrand liegend gesehen. Super tolle Fotos kursieren im Netz. Wir waren von den Bildern total begeistert, leider haben wir sie erst nach unserer Reise entdeckt und uns mächtig geärgert. Wer Interesse hat, sollte den nächsten Abzweig von der Ringstrasse nehmen. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Als Nächstes machten wir in Skogar Halt, beim Wasserfall Skogarfoss. Aber da wir schon sehr viele auf unserer Reise gesehen hatten, gab es ein kurzes Foto und weiter gings. Ausserdem war es sehr touristisch und wir hatten keine Lust auf Horden von Japanern, Italienern und Spaniern. Aber auch hier kann man am Rand des Wasserfalls hinauf laufen und von oben auf das sich hinabstürzende Wasser einen Blick werfen.

Kurz hinter Skogar entdeckt man bei schönem Wetter den Eyjafjallajökull, bei schlechtem Wetter weißt spätestens das am Rande der Strasse liegende Visitor Center darauf hin. Für ein paar Kronen kann man hier einen Film zum Ausbruch des Vulkans und dessen Folgen ansehen. Wir fanden es ganz interessant, es mal aus isländischer Sicht zu erfahren. Der Respekt vor der Natur ist wieder einmal mehr gestiegen.

Wem es interessiert, kann als Nächstes Richtung Vestmannaeyjar Inseln fahren und vielleicht noch auf dem Festland übernachten, bevor man nächsten Tag übersetzt. Es soll sehr interessant sein. Wir haben dazu ein Video gesehen, wie die Menschen in den 70er Jahren beim Vulkanausbruch um ihr Hab und Gut gekämpft und alles getan haben, damit der Lavastrom nicht die Hafenzufahrt verschließt. Aufgrund des Wetters haben wir den Abstecher nicht gemacht.

SeljalandsfossUnser letzter Stopp an diesem Tag galt noch einem Wasserfall, dem Seljalandsfoss. Sein Wasser stürzt über einen Felshang in einen tiefen, grünen Teich. Das Besondere ist, dass man auf einem Pfad hinter dem Getose entlang laufen kann. Dieser Wasserfall ist auch häufiger als Bildmotiv für Island zu sehen.

 

Übernachtung: Guesthouse Garun
– kleines, familiäres Haus
– sehr gepflegt
– sehr ruhig gelegen, aber in Fußnähe zu den Restaurants
– gutes Frühstück

 

Strecke:  160 km

Ein Gedanke zu „Küste zwischen Vik und Selfoss

  1. Hallo,

    danke für die Verlinkung auf unsere Seite beim Flugzeugwrack. Musste damals auch lange suchen und selbst wenn man die Koordinaten hat, ist es gar nicht so leicht zu finden. Es lohnt sich aber!

    Wir haben übrigens auch im Guesthouse Garun übernachtet und können es nur weiterempfehlen!

    LG
    Flo von Travel Pins

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