San Vicente

San Vicente ist ein guter Ausgangspunkt, um sowohl die Freuden des Ozeans zu geniessen, als auch die Gipfel der Picos de Europa zu erklimmen. Alles ist gut erreichbar und für jedes Wetter findet man die passende Beschäftigung.

San Vicente ist ein kleinerer hübscher Ort mit einer Menge an Bars, Restaurants und Cafés. Aber wie überall in Spanien öffnen die Restaurants abends erst gegen 21.00 Uhr. Für uns Nordeuropäer eine echte Herausforderung.

Picos de EuropaAm ersten Tag unseres Aufenthaltes nutzen wir das schöne Wetter und fuhren Richtung Fuente De, um mit der Seilbahn dem Gipfel des Pena Vieja (2613m) näher zu kommen.
Hinter dem Örtchen Panes wird die Strasse immer schmaler und die Steilwände immer höher (Desfiladero de la Hermida). Es ist eine unglaublich beeindruckende Landschaft.

 

Picos de EuropaKurz vor dem Bergdörfchen Lebena, ca. 8 km hinter Hermida befindet sich eine kleine westgotische Kirche – Santa Maria de Lebena – aus dem Jahr 930. Ich bin jetzt nicht so der Kirchengänger, aber sie ist wirklich wunderschön gelegen und besitzt ihren eigenen Charme. Die Öffnungszeiten sind etwas willkürlich.

 

Potes ist ebenfalls ein hübsches kleine Bergdörfchen mit gemütlichen Restaurants. In dem Franziskanerkloster Santo Toribio de Liebana soll ein Spiltter vom Kreuz Christi aufbewahrt sein. Wir haben es nicht überprüft.

Die Seilbahn in Fuente De ist sehr beliebt. Deshalb lohnt es sich, vor 9:00 Uhr da zu sein, um nicht zu lange anstehen zu müssen.
Es gibt Möglichkeiten, von der Bergstation aus einen der höchsten Gipfel der Picos zu erklimmen – den Pena Vieja. Knappe 1000 m Höhenunterschied erwarten den Gipfelstürmer.
Wer es gemütlicher mag, kann auf dem Hochplateau wandern. Nähere Informationen zu Wanderungen in der Gegend finden Sie beispielsweise hier.

 

Zu dieser Zeit besuchten uns meine Eltern in Spanien. Einige Ausflüge unternahmen wir selbstverständlich zusammen, aber an einem Tag durften mein Freund und ich einmal ohne Vincent eine Radtour unternehmen. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen.

Picos de Europa

Meine Eltern besichtigten Covadonga, das Orleans Spaniens. Das Heiligtum von Covadonga besteht aus einer Grotte mit der heiligen Jungfrau, die in Spanien als Santina bekannt ist. Daneben das Grab des Königs Pelayo, seiner Frau sowie seines Nachfolgers Alfonso I. von Asturien. Neben der heiligen Höhle entstand die notwendige Infrastruktur zur Bewältigung des Besucherandrangs. Ein Vier-Sterne-Hotel, ein Kloster, Andenkenläden sowie die neoromantische Basilika Santa María la Real de Covadonga, die im Jahre 1901 eingeweiht wurde.

Picos de Europa Wir radelten durch eine wunderschöne Berglandschaft, die jedoch auch sehr steil war. Da lernt man die Muliwege in den Alpen wieder zu schätzen. Jedoch war der Ausblick traumhaft.
Wir trafen uns mit den Eltern an den Bergseen Lago Enol und Lago de la Ercina. Die Seen sind eingebettet in ein sattes Grün, umgeben von spitzen Gipfeln. Der Besucherzustrom ist hier schon immens. Man sollte also nicht zu spät ankommen. In dieser Gegend läßt es sich wunderbar wandern und ausspannen.

Picos de EuropaPicos de Europa

 

Als Schlecht-Wetter-Variante besichtigten wir die Cueva El Soplao. Ich war schon in vielen Höhlen, aber diese hat mich echt fasziniert. Mit einer kleinen Bahn geht es ins Innere der Höhle. Es erwarten einen Stalagniten und Stalagtiten, die Vorhängen, Personen oder glitzernden Seeigeln ähneln. Es war echt beeindruckend.

 

Restaurant Tipp: El Rosal
– gleich am Campingplatz El Rosal gelegen
– gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
– man bekommt auch schon vor 20 Uhr eine warme Mahlzeit

 

Übernachtung: Camping El Rosal
– direkt am Meer und der Bucht von San Vicente gelegen
– recht groß, er kann sehr voll werden, hauptsächlich mit Surfern
– sauber und ordentlich
– kleiner Supermarkt und Camping-Restaurant gleich in der Nähe