Santiago de Compostela

Nordspanien: Santiago de CompostelaWährend unserer bisherigen Reise begegneten wir natürlich häufiger dem Zeichen des Caminos und trafen so etliche Pilger. Aber tatsächlich auf dem Platz zu stehen, auf den sich der ca. 850 km lange Pilgerweg hinbewegt und die Ankömmlinge zu beobachten, ihre Freudentränen, Umarmungen und Unglauben zu sehen, das ist schon etwas Besonderes.
Wir fanden es sehr ergreifend und in uns keimte der Wunsch auf, ebenfalls einmal den Jakobsweg zu bestreiten, ob zu Fuss oder mit Rad wurde aber noch nicht festgelegt.

 

Nordspanien: Santiago de Compostela
Ansonsten ist die Stadt sehr geschichtsträchtig. Kirchenfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Die kleinen Gässchen mit unzähligen Restaurants laden zum verweilen und garantiert verschlägt es einen auch in die 1.000 Souvenirshops.

 

 

Wir haben die beiden Tage genossen, haben uns aber auch wieder auf die Ruhe unseres Campingplatzes gefreut. Santiago ist schon sehr laut.

Tipp: Im Sommer wird jeden Freitag 19:30 Uhr der berühmte Botafumeiro durch das Querschiff der Kathedrale geschwenkt. Es handelt sich dabei um ein etwa 1,60 m großes Weihrauchfass, das an einem etwa 30 m langen Seil von der Decke hängt und von acht Männern in Bewegung gesetzt und bis hoch unter die Decke geschwungen wird. Außer seiner üblichen Funktion in der Liturgiefeier diente der Botafumeiro früher dazu, den Geruch der Pilger zu neutralisieren, die nach ihrer Wallfahrt auf dem Jakobsweg eine ganze Nacht wachend und betend in der Kathedrale verbracht hatten. Heute ist es ein einmaliges Erlebnis, dieser Messe beizuwohnen.

 

Übernachtung: Hostal Alfonso
– kleine, gemütliche Pension mit Zimmern
– sehr nette Betreiber
– sehr gutes Frühstück
– allerdings besitzt das Hostal 6 Zimmer, 3 führen zur Strasse, die extrem laut ist
– super zentrumsnah, gut zu Fuss erreichbar